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Partnerschaftsverein Baden-Baden

Schneechaos in Jalta

Jalta

Baden-Baden. Gerhard und Uta Ell erreichte am 3. Februar eine interessante Email aus Jalta. Olga Taschkinova, Lehrerin an der dortigen Sprachschule, berichtete darin über die chaotischen Schneeverhältnisse in der Baden-Badener Partnerstadt, über Verhältnisse, wie sie die Menschen auf der Krim seit Jahrzehnten nicht mehr erlebt haben.

Es sei zum absoluten Verkehrschaos gekommen, mailt Taschkinova. Das am Schwarzen Meer gelegene Jalta habe in den Wintermonaten normalerweise allenfalls Temperaturen um null Grad Celsius. Zur Zeit zeige das Thermometer aber minus 8 Grad an, hinzu kämen heftige Schneefälle. Die Schulen hätten ihren Betrieb für die gesamte Woche eingestellt.

Es herrschen derzeit die gleichen Witterungsverhältnisse wie im Februar 1994. Gerhard Ell erinnert sich noch gut daran, als er mit dem damaligen Oberbürgermeister Ulrich Wendt und den Fraktionsvorsitzenden einen Antrittsbesuch beim Jaltaer Oberbürgermeister Ussatschow machte. Damals herrschte auf den Straßen totales Chaos: Die Fahrzeuge hatten keine Winterreifen und standen kreuz und quer. Die Kurstädter waren damals im Sanatorium Oreanda untergebracht, wo sich einst Willi Brandt mit Breschniew traf. Die Baden-Badener Delegation blieb mit ihrem Bus auf der Strecke stecken, ein Fortkommen war nicht mehr möglich. OB Ussatschow forderte über Funk einen Raupenschlepper an, der den Bus an die Stange nahm und mit zehn Stundenkilometern zum Ziel brachte.

Die Schulkinder in Jalta kennen den Schnee in solch starkem Ausmaß nur vom Hörensagen ihrer Eltern oder sehen den Schnee von der Ferne auf dem Krimgebirge. Sicher haben die Schüler nichts gegen den Schnee und die überraschenden Schneeferien einzuwenden. Unser Foto zeigt die berühmte Strandpromenade in Jalta. Die Palmen biegen sich unter der Schneelast.