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Partnerschaftsverein Baden-Baden

Deutsche Sprachschule in Jalta gegründet

Jalta

OB Bojartschuk empfängt Uta und Gerhard Ell.

Zur Gründung einer Sprachschule für deutsch lernende Kinder wurden Gerhard Ell und seine Frau Uta während ihres jüngsten Aufenthalts in der ukrainischen Partnerstadt Jalta in die Schule Nr. 1 eingeladen. Die Initiative zur Gründung der Sprachschule geht auf die private Initiative von Lewon Ayrapetyan zurück, Vater zweier Kinder, die die Schule Nr. 1 besuchen. Ayrapetyan habe festgestellt, dass das Angebot an Deutschunterricht an Jaltas Schulen rückläufig sei. Darum wolle er mit der Schulgründung dieser Entwicklung entgegenwirken. Unterstützt werden Ayrapetyans Bemühungen vom Partnerschaftsverein Baden-Baden, der die 15 Schüler zählende Sprachgruppe mit den erforderlichen Unterrichtsmaterialien versorgte, die Gerhard Ell bei einem deutschen Verlag bestellte. Die Kinder sind zwischen 5 und 12 Jahren alt sind.

Der kleine Festakt zur Gründung der Sprachschule geschah im Beisein von Schuldirektorin Galina Efteewa, Initiator Lewon Ayrapetyan, Luba Gribkowa von der Stadtverwaltung Jalta, sowie Olga Tashkinova, Lehrerin der Sprachgruppe, und den Gästen aus Baden-Baden, Gerhard und Uta Ell. Einige Worte hatten die Kinder bereits gelernt. So begrüßten sie die Ells in Deutsch, sangen in Deutsch, führten Folkloretänze auf und überreichten, der Tradition entsprechend, den Gästen als Willkommensgruß einen wohlschmeckenden Hefekranzkuchen.

Gerhard Ell berichtet: „Bereits bei dieser ersten Begegnung mit den Kindern der Sprachschule zeigte sich eine große Begeisterung. Erstaunlich, was Olga Tashkinova in der Kürze der Zeit mit den Kindern erarbeitete.“ Großes Lob und anerkennende Worte gingen an Lewon Ayrapetyan. Gerhard Ell war sichtlich die Freude anzumerken, dass es im Rahmen der Städtepartnerschaft mit Jalta in relativ kurzer Zeit gelang, für Kinder im Grundschulalter ein neues, vielversprechendes Projekt umzusetzen.

Das Medienecho in Jalta war groß: Drei Tageszeitungen und das Jalta-Regional-Fernsehen berichteten ausführlich über die noch junge Sprachschule. Uta Ell erklärte sich bereit, in Zukunft von Baden-Baden aus per Internet didaktisch-methodische Hilfestellung zu geben.

Während des einwöchigen Jalta-Aufenthaltes wurden Uta und Gerhard Ell von Jaltas neuem Oberbürgermeister Alexej Bojartschuk im Rathaus empfangen. Mit dabei war der ehemalige Oberbürgermeister Gennadi Dopkin und Luba Gribkowa, zuständig für die internationalen Beziehungen Jaltas. Im Mittelpunkt des Treffens standen städtepartnerschaftliche Themen. Bojartschuk und Ell versicherten, sich auch in Zukunft um neue Projekte zu bemühen. Der OB berichtete von den vielen Städtepartnerschaften, die Jalta habe. Doch eines sei gewiss, die Partnerschaft mit Baden-Baden sei mit Abstand die beste, weil sie mit Leben erfüllt sei und nicht nur – wie manch andere – auf dem Papier stehe. Er freue sich wie Oberbürgermeister Wolfgang Gerstner auf eine erste Begegnung. Gerhard Ell überreichte Bojartschuk ein Präsent und ein Schreiben seines Baden-Badener Amtskollegen. Zudem erhielt der OB von Gerhard Ell für seinen anstehenden Besuch in Baden-Baden eine Eintrittskarte für einen mehrstündigen Aufenthalt in der Caracalla Therme.

Im Kulturzentrum der Stadt Jalta erwartete die Ells ein weiterer Höhepunkt. Zahlreiche Kinder und Jugendliche begrüßten die Gäste aus Baden-Baden: Die Kinder- und Jugendtanzgruppen, die Baden-Baden im letzten Jahr zum Musikfestival und 10-jährigen Partnerschaftsjubiläum besuchten und das Programm mit sehenswerten Auftritten bereicherten, bedankten sich mit Folkloreaufführungen bei den Gästen dafür, dass sie in Baden-Baden auf Einladung der Stadt unvergessliche Tage erleben durften. Gerhard und Uta Ell zeigten sich überwältigt von der Herzlichkeit und den hervorragenden Tanzdarbietungen der Kinder.

Eine weitere Einladung erhielt das Ehepaar Ell von Journalisten von Jalta, die während des Partnerschaftsjubiläums ebenfalls im Oostal weilten. Sie berichteten begeistert von ihren Erlebnissen in der Kurstadt und ließen das Erlebte Revue passieren. Ihnen war wichtig ihre Dankbarkeit den Gästen gegenüber zum Ausdruck bringen.

Gegen Ende des Besuches erhielten die Ells Kontakt zur armenischen Gemeinde in Jalta. Dabei wurde der große Wunsch geäußert, Kontakt mit Armeniern in Baden-Baden aufzunehmen. Sollte es Interessenten dafür geben, freut sich Gerhard Ell (Telefon 07221/62648) die Kontakte zu vermitteln.

Der letzte Besuch galt in Jalta dem Freundeskreis Baden-Baden, eine mittlerweile feste Institution im Rahmen der Städtepartnerschaft. Die Ells brachten den Freundeskreis-Mitgliedern den Dank dafür zum Ausdruck, die gespendeten Waren und Kleidungsstücke der humanitären Transporte aus Baden-Baden gerecht zu verteilen.