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Partnerschaftsverein Baden-Baden

Presseerklärung des Partnerschaftsvereins zur Krim

„Frieden in Europa ist durch gegenseitiges Kennenlernen und durch Dialog entstanden“, unterstrich Oberbürgermeisterin Margret Mergen in einer Presseerklärung. Und weiter: „Ein wichtiger Bestandteil der Partnerschaft mit russischen Städten sind aber auch der ständige Kontakt und Gespräche, um die demokratischen Kräfte zu stärken. Ein Abbruch der Partnerschaft ist nicht hilfreich“.

In der schwierigen Situation der völkerrechtswidrigen Annexion der Krim teilt der Verein zur Pflege der Städtepartnerschaften diese Ansicht. Der Partnerschaftsverein spricht sich gegen ein Abbrechen der Kontakte oder gar gegen die Beendigung von Städtepartnerschaften aus. Städtepartnerschaften sind nicht nur ausgehandelte Verträge zwischen Kommunen sondern in allererster Linie Verbindungen zwischen den Bürgern der Partnerstädte. Viele Städtepartnerschaften entstanden aus dem Wunsch, sich nach den Gräueln des Zweiten Weltkrieges wieder näher zu kommen. Städtepartnerschaften haben wesentlich dazu beigetragen, dass durch persönliche Begegnungen der Menschen miteinander Beziehungen entstanden sind, die die Fremdheit zu anderen Kulturen und gesellschaftlichen Lebensbedingungen, die letztlich für Ängste, Missverständnisse und fehlendes Vertrauen zueinander verantwortlich sind, ein Stück weit abbauen.

Lothar de Maizière, Vorsitzender des deutschen Lenkungsausschusses des Petersburger Dialogs, sagte unlängst: „Langfristige Partnerschaftsprojekte und direkter Austausch der Menschen untereinander scheinen angesichts der Entwicklungen um die Ukraine wichtiger denn je – Dialog ist gelebte Krisenbewältigung. Die Verständigungsanstrengungen der Menschen im Alltag schaffen Brücken, die in Krisenzeiten tragen und verbinden.“

Der Partnerschaftsverein setzt sich in diesem Sinne für die Fortführung der eingegangenen Städtepartnerschaften ein. Gleichwohl gilt es im Sinne der Bundesregierung mit Augenmaß auf die völkerrechtswidrigen Vorgänge auf der Krim zu reagieren.