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Partnerschaftsverein Baden-Baden

Jalta: Gerhard und Uta Ell halten Kontakt

Jalta

Die Städtepartnerschaft mit Jalta besteht seit inzwischen 15 Jahren. Nach der völkerrechtlich sehr fragwürdigen Annexion der Krim durch Russland ruhen die offiziellen Kontakte mit der „Perle der Krim“. Das Ehepaar Gerhard und Uta Ell hält per Email und Skype den Kontakt zur Partnerstadt.

Gerhard Ell ist im Vorstand des Vereins zur Pflege der Städtepartnerschaften und mit den Kontakten zu Jalta beauftragt. „Zumindest auf privater Ebene bestehen auch nach dem Referendum nach Jalta recht gute Kontakte“, berichtet Gerhard Ell. „Über elektronische Medien erfahren wir viel über die Vorgänge in Jalta. Insgesamt sind es doch recht positive Nachrichten. Dazu muss man wissen, dass die große Mehrheit der Bevölkerung auf der Krim russischstämmig ist.“

In der Ukraine gab es beispielsweise keine Krankenversicherung. Wer krank wurde, hatte bislang seine ärztliche Behandlung und die Arzneimittel selbst zu bezahlen. Jetzt werden Kranke in den Krankenhäusern auf Staatskosten behandelt. Und die Rente hat sich verdoppelt und wird pünktlich ausbezahlt. An Weihnachten feierten viele Bürger den Anschluss an die russische Föderation. Das Fest entlang der Hafenpromenade habe laut Gerhard Ell Volksfestcharakter gehabt. Unter anderem spielte die Krim-Philharmonie unter dem Dirigenten Alexej Gulijanitsky. Es gab erstmals Holzhütten mit einem kleinen, stimmungsvollen Weihnachtsmarkt.

Nach wie vor gute Kontakte haben Gerhard und Uta Ell zu den beiden Sprachschulen für Deutsch lernende Schüler, die auf Privatinitiative und mit Unterstützung des Partnerschaftsvereins gegründet wurden. Beide Sprachgruppen setzen sich aus Schülern der verschiedensten Altersgruppen zusammen. In der ersten Gruppe sind es Kleinkinder im Alter von 3 bis 5 Jahren, in der zweiten Gruppe Schüler von 6 bis 12 Jahren. Beide Gruppen berichten regelmäßig über den sprachlichen Fortschritt nach Baden-Baden. Die Gruppe mit den älteren Schülern steht mit ihrer Lehrerin Natalia Formina über Skype mit den Ells in Kontakt. Neu in diesem Projekt ist, dass sich auch Eltern dieser Kinder am Deutschunterricht beteiligen.

Letztmals besuchten die Ells Jalta im August 2014. Dabei konnten sie beide Sprachgruppen mit Spenden des Partnerschaftsvereins unterstützen. Für die Kinder im Kindergartenalter wurde ein Häuschen für den Spielplatz angeschafft, der Lebensgröße der Kinder angepasst, passend zum Sprachthema „Mein Haus“. Die älteren Schüler erhielten das Unterrichtsbuch „WIR“ finanziert, das den Deutschunterricht begleitet und die Erledigung der Hausaufgaben unterstützt.

Neu ist im Zusammenhang mit dem Erlernen der deutschen Sprache in Jalta, dass die Schule Nr. 1, der Stammsitz der Sprachschule, als einzige Schule in Jalta, Deutsch als erste Fremdsprache ab der 5. Klasse anbietet. Nach der vorliegenden Information aus Jalta ist das Interesse vorhanden, eine weitere Sprachklasse für Deutsch zu bilden.