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Partnerschaftsverein Baden-Baden

Jalta nach dem Referendum - Ruhe in der Partnerstadt auf der Krim

Jalta

Während es in Simferopol, der Hauptstadt der Krim, und in Sewastopol, dem Sitz der russischen Schwarzmeerflotte, in den letzten Tagen mancherlei Turbulenzen gab, blieb die Lage in Jalta während der Krim-Krise ruhig und friedlich. Das berichtete Luba Gribkowa bei einem Austausch über Skype mit Uta Ell.

Gribkowa ist in Jalta Ansprechpartnerin für die Städtepartnerschaft mit Baden-Baden.

Die Einwohner Jaltas verabschiedeten sich von der Ukraine und werden innerhalb kurzer Zeit auf die neuen russischen Verhältnisse eingestellt. So rollt auf der Krim inzwischen der Rubel. Aber auch der Griwna, die ukrainische Währung, bleibt noch einige Monate im Umlauf. Alltagskäufe lassen sich wahlweise mit Griwna oder Rubel bezahlen. Die Geschäfte sind gut mit Waren bestückt.

Für den zeitweisen großen Stromausfall auf der Krim am Montag, so Gribkowa, seien wetterbedingte Ursachen die Gründe gewesen und keine politische Schikane der Ukraine, wie manche vermutet hätten. Und russische Beamte seien derzeit dabei, Gesetze zur Sicherung der wirtschaftlichen Verhältnisse vorzubereiten. Eine Krankenversicherung, wie es sie bisher nicht gab, solle eingeführt und Aufenthalte für Kranke in Sanatorium ermöglicht werden.

„Rentner erhalten ihre Rente ab sofort in Rubel ausbezahlt, doppelt so hoch wie die Rente der Ukraine“, berichtet Luba Gribkowa zuversichtlich. „Polizisten, Lehrer und Verwaltungsmitarbeiter erhalten das Doppelte ihres bisherigen Einkommens, Ärzte sogar das Dreifache. Bislang konnten Männer mit 62 Jahren in Rente gehen. Das geht jetzt mit 60 Jahren, Frauen sogar mit 55 Jahren. Und die Steuern fallen um 3 bis 6 Prozent geringer aus. Die staatlichen Stellen führen demnächst strenge Kontrollen aus, denn bisher haben die Geschäfte geringere Arbeitslöhne angegeben, um Steuern zu sparen. Auch den Gewerkschaften kommt eine größere Funktion zu, um für Lohngerechtigkeit zu sorgen.“

Zum Schluss des Skype-Gesprächs berichtete Gribkowa darüber, dass sie im Regionalfernsehen der Krim gebeten wurde, in den nächsten Tagen über die Städtepartnerschaft Jaltas mit Baden-Baden zu berichten. Diesem Wunsche werde sie gerne nachkommen. Dabei werde sie auch mitteilen, dass sie mit den Uta und Gerhard Ell von Beginn der Krim-Krise bis heute regelmäßig skype, um so die Solidarität zwischen den Menschen hier und dort zum Ausdruck zu bringen.