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Partnerschaftsverein Baden-Baden

Bericht von der Bürgerreise nach Karlsbad 2013

An der Bürgerreise des Partnerschaftsvereins in die tschechische Partnerstadt Karlsbad nahmen 40 Baden-Badener teil. Geplant wurde die Reise von der Karlsbad-Beauftragten des Partnerschaftsvereins, Helga Verspohl.

Zu Beginn der Reise stand ein kurzer Halt im grenznahen Waldsassen mit Besuch der Wallfahrtskirche an. Im westtschechischen Karlsbad angekommen, folgte abends das gemeinsame Abendessen mit OB Petr Kulhanek und Vertretern der Stadtverwaltung. Zum diesjährigen 15-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft wurden die Gäste aus Baden-Baden mit einem kleinen Gruß aus der sogenannten 13. Heilquelle Karlsbads überrascht. Dahinter verbirgt sich der Becherovka, ein berühmter Kräuterbitterlikör, entwickelt Anfang des 19. Jahrhunderts durch den Karlsbader Apotheker Josef Becher.

Am nächsten Tag folgten ein ausführlicher Rundgang durch die malerische Innenstadt und ein Besuch der Glashütte Moser mit dem angeschlossenen Glasmuseum. Moser belieferte und beliefert exklusive Kunden. Dazu gehören nach wie vor die europäischen Königshäuser oder auch einst der Schah von Persien. Die Besichtigung der Fabrikationshalle machte das hohe handwerkliche Können der Glasbläser direkt und unmittelbar sichtbar.

Zu jeder Bürgerreise nach Karlsbad, das tschechisch übrigens Karlovy Vary heißt, gehört ein Tagesausflug nach Prag. Unplanmäßig war dabei lediglich der dauerhafte und zum Teil heftige Regen. Angesichts der Schönheiten der Stadt ließ sich die Reisegruppe vom Wetter nicht beeindrucken und verbrachte trotz allem mit dem für Prag üblichen Touristenandrang einen erlebnisreichen Tag.

Die Besichtigung von Schloss Becov mit dem beeindruckenden Reliquienschrein des Heiligen Maurus aus dem 13. Jahrhundert eröffnete den nächsten Reisetag. Die früher dort lebende Adelsfamilie vergrub den Schrein kurz vor Verlassen der Burg, zu Ende des Zweiten Weltkrieges, in der Burgkapelle, wo er rund 40 Jahre unentdeckt blieb.

Weiter ging es zur Stadt Loket. Auf dem riesigen Granitfelsen, den die Eger in einer Schleife umfließt, erhebt sich eine prachtvolle Burg, zu deren Füßen sich die Ortschaft schmiegt. Gestärkt von einem typisch tschechischen Mittagessen erkundeten die Teilnehmer die Burg Loket bis hin zu ihren morbiden Kellerverliesen.

Zum krönenden Abschluss des letzten Tages wurde der Auftritt der Karlsbader Trachtengruppe Dylen. Wie immer schaffte es Dylen die Zuschauer nach wenigen Minuten mit ihren Liedern und Tänzen zu begeistern und spürte die langjährige Verbundenheit der Karlsbader mit den Baden-Badenern. Die Rückfahrt erfolgte mit einem Kurzbesuch in den Karlsbad nahegelegenen Bäder- und Kurort Marienbad.