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Partnerschaftsverein Baden-Baden

Bericht von der Bürgerreise nach Karlsbad 2011

Mit großer Vorfreude auf das Kennenlernen der Partnerstadt Karlsbad begaben sich kürzlich 43 Bürger aus der Kurstadt und Umgebung nach Karlsbad. Altstadträtin Helga Verspohl, Ansprechpartnerin des Partnerschaftsvereins für Karlsbad und Ehrenbürgerin der böhmischen Stadt, hatte die Reise organisiert und auch dieses Mal ein abwechslungsreiches Programm mit jeder Menge Höhepunkte und vielen Sehenswürdigkeiten zusammengestellt.

Die Anreise führte durch Oberfranken in die Klosterstadt Waldsassen. Das Zisterzienserinnenkloster aus dem 12. und 17. Jahrhundert war der erste Höhepunkt der Bürgerreise. Im stilvollen Hotel Humboldt wurde die kurstädtische Gruppe von Oberbürgermeister Petr Kulhanek, Freunden der Städtepartnerschaft sowie Vladyslav Lineskyi, erster Geiger des Sinfonieorchesters von Karlsbad, begrüßt. Zu Ehren der Baden-Badener Delegation spielte er auch Stücke von Robert Stolz, der öfters in Baden-Baden weilte und komponierte. Mit der Bitte von Brita Heetel, erste Vorsitzende des Baden-Badener Partnerschaftsvereins, die Partnerschaft weiter auszubauen, fand der fröhliche Abend sein Ende.

Ein weiterer Programmpunkt war eine Führung durch die wunderschöne Stadt an der Teplá – Karlsbad. Jitka Hradilkova, frühere Partnerschaftsbeauftragte der Stadtverwaltung Karlsbad, verstand es mit großem geschichtlichen Wissen, die Baden-Badener Reisegruppe durch die Partnerstadt zu leiten. Vor allem die Mitreisenden, die zum ersten Mal die Schönheiten der Stadt sehen konnten, zückten immer wieder ihren Fotoapparat, um etwa die wunderschönen Details an den Jugendstilfassaden im Bild festzuhalten. Auch die neu gestaltete Fußgängerzone im Kurviertel fand allseits großen Zuspruch. Weitere Reiseziele waren die Landeshauptstadt Prag, inzwischen ein Muss auf dem Ausflugsplan dieser Bürgerreise. Seit längerer Zeit war es den Gästen auch wieder einmal möglich, den Veitsdom zu besichtigen, was in der Vergangenheit oft wegen Überfüllung nicht möglich war, wie Helga Verspohl weiter ausführte.

Bei einer Schiffsfahrt auf der Moldau und einem Stadtrundgang gab Dr. Josef Podlipny dann interessante Einblicke in die alte und neue Geschichte Tschechiens und Prags. Zum ersten Mal führte Reiseführer Bruno Fischer die Bürgerreisenden nach Nordböhmen, immer entlang des Erzgebirges. „Die Landschaft dieser Gegend ist geprägt vom Braunkohletagebau, der große Flächen zerstörte. Mehrere historische Städte und Dörfer mussten abgetragen werden. Viele Kulturgüter gingen verloren. Überleben durfte die spätgotische Stadtkirche von Brüx, die 1975 auf einer Gleisanlage etwa 860 Meter verschoben wurde“, notierte Ehrenbürgerin Verspohl in ihren Reisebericht. Eine Führung durch das im 12. Jahrhundert gegründete, heute barock geprägte Zisterzienserkloster Ossegg war eine Überraschung: Kulturgüter aus der Bauzeit waren zum Teil einwandfrei erhalten. Von der Burg Hnevin hatte die Delegation dann einen wunderschönen Blick über die ganze Region. Beim Abschlussabend im „Preußischen Saal“ des historischen Posthofes sorgte die Folkloregruppe Dylen wieder für beste Unterhaltung bei Jung und Alt. Die Heimfahrt führte am Stausee der Teplá vorbei, dem Golfplatz von Karlsbad durch den Kaiserwald nach Marienbad, das vor allem durch seine gepflegten Häuser und die gusseiserne, innen bemalte Kolonnade auffiel. „Alle kamen mit vielen guten Eindrücken der Landschaft, der Kultur und der lieben Menschen nach Hause“, freute sich die Beauftragte des Partnerschaftsvereines, Helga Verspohl, über die große Zufriedenheit aller Mitreisenden und zog ein durchweg positives Resümee der Bürgerreise.