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Partnerschaftsverein Baden-Baden

Bürgerreise in Partnerstadt Moncalieri – Piemont kulturell und kulinarischen gekostet

Gemäß dem Motto "Kunst, Kultur und Lukullisches im schönen Piemont" überzeugten sich 42 Teilnehmer, dass die anspruchsvolle und vielseitige Bürgerreise des Städtepartnerschaftsvereins nach Moncalieri interessante Einblicke in Kunst und Kultur der norditalienischen Region gewährte.

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Erlebnisreich war die Bürgerreise in die italienische Partnerstadt Moncalieri und das Piemont. Gruppenfoto vor der Villa von Charlie Chaplin. (Foto Joachim Ehrhardt)

Eine Besonderheit der von Nadja und Gerhard Nonnenmann geplanten Bürgerreise ist, dass sowohl auf der Hin- als auch auf der Rückreise attraktive Ziele angefahren wurden und jedes Jahr mehrere neue Ziele angesteuert werden, ein Grund, weshalb die Reise Jahr für Jahr stark nachgefragt ist.

Auf der Hinfahrt wurde im Tessin in Lugano ein längerer Aufenthalt eingelegt. Eine Stadtführerin erläuterte gekonnt die Besonderheiten dieser traumhaft gelegenen Stadt, die auch schon Hermann Hesse in seinen Romanen als Ort des Geschehens bedachte. Herausragend die gut erhaltenen Fresken des Schülers von Leonardo da Vinci, Bernardino Luini, in der Kirche Santa Maria degli Angioli mit dem berühmtesten Renaissancebild der Schweiz. Hinzu kam das LAC, das neue Kunst- und Kulturzentrum in Lugano.

Der erste Tag im Piemont führte in die Region Langhe. Vormittags ging es in Alba mit einem Archäologen in den Untergrund der Stadt, um mittelalterliche und römische Überreste zu besichtigen. Nachmittags besuchten die Teilnehmer das "Castello di Grinzane", ein Schloss des Mitbegründers des ersten italienischen Parlaments in Turin, Camillo Benso Graf Cavour (1810-1861), mit atemberaubender Aussicht. Heute ist es UNESCO-Kulturerbe, Museum und Sitz der ersten Vinothek der Region. Eine Weinprobe mit Raritäten schloss sich an. Beschlossen wurde der Abend mit einem üppigen piemontesischen Degustationsmenü auf den Hügeln der Langhe in Roddino, eigens zusammengestellt für die Reisegruppe aus Baden-Baden.

Der nächste Tag führte ins wildromantische Susa-Tal zur monumentalen Festung in Exilles, eine an einer Engstelle thronende Festung mit vormals vorwiegend militärischer Nutzung, heute dagegen Ort für viele kulturelle Veranstaltungen. Nach einer Mittagspause in einem urigen Lokal aus dem 17. Jahrhundert ging es nach Susa, die Hauptstadt des Tales, in der noch zahlreiche Relikte aus der Römerzeit zu sehen sind.

Ein weiterer Besuch galt dem Edelschokoladenhersteller Caffarel, wo die Angebote reißenden Absatz fanden. Danach ging es nach Pinerolo zum Panettone-Hersteller Galup, wo nicht nur eine Führung durch den Betrieb stattfand, sondern danach auch eine Verkostung der beliebten Kuchen gereicht wurde. Später ging es zum königlichen Palast der Savoyer und in die direkt angrenzende Kunstgalerie der Savoyer in die Innenstadt Turins. Beschlossen wurde der Abend mit einem feinen Menü in einem Speiselokal, das auch gerne von Spielern von Juventus Turin besucht wird, deren Trikots die Wände zieren und die Fußballbegeisterung in der Stadt erahnen lassen.

Die Rückreise erfolgte über den Simplonpass und das Rhônetal, bis in Corsier-sur-Vevey am traumhaften Genfer See der Besuch von "Chaplin's World" die Reiseteilnehmer faszinierte. Für die Erstellung des Parkes und eines Filmstudios wurden 60 Millionen Schweizer Franken investiert. Heute ist dieser Ort Magnet für Besucher aus aller Welt und gleichzeitig das am meisten besuchte Museum der Schweiz.