Kurhaus Baden-Baden
E-Mail:
infomail@staedtepartnerschaftsverein-baden-baden.de
Telefon:
+49-7221-64501
+49-7221-27432402
Fax:
+49-7221-27432409

Partnerschaftsverein Baden-Baden

Menton zeigte sich von sonniger Seite

Mit vielen sommerlichen Eindrücken kehrten die Teilnehmer der Bürgerreise aus der südfranzösischen Partnerstadt Meton zurück. Durchgängiges Reisethema waren Zitronen und Oliven: „Le Citron de Menton“ ist seit 2015 eine geschützte Lebensmittel-Bezeichnung. Nur Zitronen aus Menton und den umliegenden Dörfern dürfen so genannt werden.

Foto:
Die Teilnehmer der Bürgerreise nach Menton stehen zum Gruppenfoto vor dem fast 2000 Jahre alten Olivenbaum in Roquebrune Village.

Organisiert hatten die Reise an die Côte d’Azur Marie-France Steiner-Doumène und Sandra Walther, beide sind Vorstandsmitglieder im Partnerschaftsverein. Steiner-Doumène berichtet: „Unsere Gruppe konnte die größte Zitronenplantage in Menton besichtigen. Der frühere Formel-1-Rennfahrer Francois Mazet führte durch seinen Garten, erläuterte den Anbau und die Besonderheiten der Citron de Menton. Da darf man die Zitronenbäume nicht zurückschneiden, denn die neuen Früchte wachsen an den Spitzen der Zweige! Le Citron de Menton ist besonders süß, man kann sie essen wie einen Apfel.“

Mai und Juni sind in Menton Gartenmonate. Das nutzten auch die Baden-Badener und nahmen ein Mittagessen unter Zitronenbäumen ein und schlossen den Tag mit einem Picknick mit Kaffee und Zitronentarte, einer mentoneser Spezialität, unter 1000-jährigen Olivenbäumen im Olivenhain Pian ab.

Ein Tagesausflug führte auf die Insel St. Honorat, die 20 Schiffsminuten vor Cannes liegt. Dort gab es als Kostprobe einen Zitronenlikör, den die Mönche des Cistercienserklosters auf der Insel aus Zitronen aus Menton herstellen. Eine Besichtigung ermöglichte Einblicke in die Geschichte der Insel, des Klosters und des Weinanbaus. Nachmittags genossen die Reisenden die Ruhe auf der Insel, andere stürzten sich in den Trubel von Cannes und schlenderten dort über die berühmte Croisette.

Weitere Ausflüge gingen in das mittelalterliche Städtchen Roquebrune Village, von wo aus man einen überwältigend schönen Ausblick auf Monaco hat, und nach Nizza mit Besichtigung der Altstadt und ihrer engen Gassen, zum Blumenmarkts am Cours Saleya und dem Besuch des Chagall-Museums.

Das „Casa du paigran“, das Haus des Großvaters, wird von Folkloregruppe La Capeline de Menton betrieben, die schon öfter in Baden-Baden auftrat. Jocelyne Porro, Vorsitzende der Capeline, erläuterte, wie die Menschen früher in Menton lebten. Dabei gab es Getränke und Fougasse, den traditionellen Weihnachtskuchen, und am Abend ein kleines Konzert der Capeline für die begeistert Gäste aus dem Oostal: Traditionelle Tänze und Lieder zeigten das Leben der Fischer, der Blumenmädchen oder der Zitronensammler in Menton.

Höhepunkt war der Kochkurs im Casa du paigran, wo die Teilnehmer lernten, wie die typische Mangoldtarte und Pichades hergestellt werden. Einige Teilnehmer kauften im Anschluss alle Zutaten nebst Backform, um alles zu Hause auszuprobieren.

Laut Sandra Walther besucht die Capeline Baden-Baden vom 17. bis 21. Juli. Der Partnerschaftsverein hat dazu schon einiges vorbereitet. Unter anderem gibt es am Mittwoch, 20. Juli, 16 Uhr, einen öffentlichen Auftritt in der Konzertmuschel am Kurhaus. Dem folgt abends um 20 Uhr ein Auftritt beim Partnerschaftsabend des Partnerschaftsvereins im Löwensaal in Lichtental unter Mitwirkung Bürgergemeinde Haimbach und des Spiritual- und Folklorechors.

Die Teilnehmer der Bürgerreise wollen sich beim Besuch der Capeline mit einem kleinen Kochkurs badischer Spezialitäten für die große und herzliche Gastfreundschaft in Menton revanchieren.